Anekdoten aus drei Jahren Trier, Teil17. Heute: Der Stadtlauf

Der TV bewegt – diese Worte sind nicht eine bloße Formel, sondern das tolle Sport-Programm des TV. Seit drei Jahren stürzen sich nun Mitarbeiter und Abonnenten in die Vorbereitungsphase, um beim Trierer Stadtlauf Vollgas geben zu können.

2008 gewann ich dabei sogar die Firmen-Wertung – vollkommen überraschend. Auf dem schnellen Stadtkurs gab es zwei Runden zu laufen, nach fünf Kilometern war aber auch schon Schluss. Viel hatte ich mir eigentlich nicht vorgenommen und ich war mir auch sicher, dass ich nicht als erster durchs Ziel kam – aber als die Werbegemeinschaft kurze Zeit später anriefund mir von meinem Sieg in der Firmenwertung erzählte, war ich doch sehr überrascht.

2009 konnte ich leider nicht dabei sein. Dies sollte 2010 anders sein.Doch nun macht mir mein Umzug und die deutsche Nationalmannschaft ein Strich durch die Rechnung. Durch den ersten Platz in der Gruppe steht fest, dass die Jogi-Elf am Sonntag um 16 Uhr gegen England spielt – und mir damit meine Umzugspläne durcheinander wirbelt. Denn eines möchte ich meinen fleißigen Helfern incht zumutetn:das Spiel zu verpassen.

So habe ich mich bitteren Herzens entschlossen, auch 2010 nicht an den Start zu gehen. Ich wünsche allen Startern, insbesonders denen von “Der TV bewegt” alles Gut und einen guten Lauf. Run for it!

Anekdoten aus drei Jahren Trier, Teil 16. Heute: Jungsappeur-Tour nach Trier

Rabimmel, das war doch was. Die Jungsappeure haben Trier gerockt – und zwar enorm.

Nach einer Brauerei-Führung in Olewig bei Kraft-Bräu (samt Bier-Schnäpse noch und nöcher) gings schließlich in die City…ins Palais zum Panic Club. Während DonMAKing mächtig steil ging, hatten die übrigen Jungs nicht ganz so viel Spaß.

Nichtsdestotrotz hielten bis auf Alex alle gut durch – nur, wo war er? Keinen Plan, ans Handy ging er nicht und war auch sonst nicht mehr gesehen. Nun, also bewegten wir uns nach nem kleinen Abstecher im Broadway gen Heimat – und siehe da, Alex schlummerte den Schlaf der Gerechten VOR DER TÜR. Sensationell.

Nach einer kleinen Ruhepause war er aber zurück im Leben. Hausherr Manu, der schon im Bett lag, war zurecht verdutzt, als die feinen Herren nicht nur Pearls mit in Wohnung gebracht hatten, sondern auch, als die illustre Schar sich mit Klamotten von Eva probierte. Fotos davon gibts natürlich auch – und zwar hier für alle Freunde der Sappeure auf StudiVZ…

Anekdoten aus drei Jahren Trier, Teil 15. Heute: Unterhemden-Party

Was sich Anita dabei gedacht hat? Die Süße war als einzige weibliche Teilnehmerin einer spontanen Party in der Fleischstraße übrig geblieben – warum überhaupt in dieser lauschigen Nacht 2007 gefeiert wurde, kann ich noch nicht einmal sagen. Auch wer sonst so dabei war, fällt mir nicht mehr ganz ein. Es muss sich dabei um die Kollegen Herkel, Scheuer, Kieschi und Hofer handeln – war der Farsch auch dabei? Puh…

Irgendwer kam zu später Stunde auf die Idee sich auszuziehen und es mir nachzutun. Ich hatte den Abend im klassischen Unterhemd verbracht und meine Muckis spielen lassen. Nun, irgendwann standen wir alle in Unterhemden in der Küche, ich hatte leihweise meinen Kleiderschrank geöffnet…und so ging es weiter in die Nacht…

Auch wenn meine Erinnerungen getrübt sind, so weiß ich eins noch wie als wenn es gestern passiert wäre: Anita hatte einen Heidenspaß…

Anekdoten aus drei Jahren Trier, Teil 14. Heute: From North to South

Trier – das ist auch eine Stadt der Kneipenkultur. Um genau dieser auf den Grund zu gehen, versammelten sich die Herren Herkel und Kölker in jener Nacht im März 2010 zunächst im Postillon.

Hier, wo das Bier besonders gut schmeckt, sollte unsere wundersame Reise durch Trier gehen. Vom Norden in den Süden, vom Postillon nach St. Matthias.

Wahrlich, wir wussten, dass wir uns da eine Menge vorgenommen hatten, aber was solls – sind ja nicht von schlechten Eltern. Zwar hatten wir viel Werbearbeit für diese Tour betrieben, am Ende stand das Fleischpeitschen-Duo dann aber doch wieder alleine da. EGAL!

Nach dem Postillon gings in eine komische Pinte voller Türken, die doch eher befremdlich auf uns reagierten, aber so vertieft in ein Kartenspiel waren, dass sie sich schon bald nicht mehr um uns kümmerten.

Anders dann aber in einer Eintracht-Fankneipe – verzeiht, wenn ich mich an die Namen nicht mehr erinnern kann, schließlich hatten wir uns vorgenommen, in jeder Kneipe ein Bier zu trinken.

Später im Treff kam dann auch Schnaps dazu, aber wir hielten uns gut über Wasser. Im Hotel Christophel an der Porta nahmen wir flux nen schnelles Helles an der Theke, wenig später in ner Bar in der Fußgängerzone ebenfalls und dann noch eins gegenüber des Stadtmuseums. Allerdings hielt die Innenstadt auf unserer Route (Simeonstraße, Brotstraße, Neustraße) nicht viel Flüssiges bereit. Alle Kneipen, Bars oder Cafes hatten schon zu…

Der Treff beim Pitt, eine unserer großen Hoffnungen hatte auch schon geschlossen und so ging es dann nach nem Bit auf der Ecke Kaiserstraße in die sagenumwobene Saarstraße.

Mittlerweile hatten wir etwas die Schlagzahl erhöht, denn diese Dürre in unserer Kehle war schrecklich. Auch die weinhexe war schon zu, im Citrus genehmigten wir uns daher ein besonders großes kühles Blondes (wenn ich mich recht erinnere, blieb es auch nicht dabei)…nun, weiter gehts. Mit wenig Erfolg. Auch die Bordsteine auf der Saarstraße waren schon hochgeklappt, so dass die nächste offene Pinte erst kurz vor unserem Ziel lag. Hier erhaschten wir mit viel Glück nen Flaschenbier, denn der Wirt hatte die Leitungen schon gekappt.

Am Ende hatten wir zwar einen im Tee, die vielgerühmte Trierer Kneipenlandschaft, gerade auf der Saarstraße, ließ aber doch zu wünschen übrig. Sicherlich werden wir irgendwann einmal eine ähnliche Tour in einer anderen Stadt dieser Welt starten, um zu schauen, ob es dort ähnlich mau zu geht…

Anekdoten aus drei Jahren Trier, Teil13. Heute: Das erste Interview mit dem neuen Bischof

Am 8. April 2009 ernannte Papst Benedikt XVI. Stephan Ackermann zum neuen Trierer Bischof – nur einen Tag später hatte ich die Ehre, zusammen mit meinem Kollegen Rolf Seydewitz das erste Interview für den Trierischen Volksfreund führen zu dürfen – wahrlich, ich habe es als Ehre empfunden.

Mein Faible für die Berichterstattung für kirchliche Themen hatte ich während der Heilig Rock-Tage 2008 entwickelt, seitdem schaute ich, dass ich im Rahmen meines Volos mal hier, mal da über Gott und die Welt berichten konnte. Als dann von Rolf der Anruf kam, ob ich nicht mit ihm das Interview zusammen führen möchte, musste ich nicht zweimal überlegen – es kam mir wie ein kleiner Ritterschlag vor. Danke noch einmal dafür.

Bischof Ackermann war während des IV total unkompliziert und ein richtig netter Mensch. Ich wünsche ihm, dass er weiterhin so bleibt, wie er ist – denn genau das mögen die Menschen an ihm.

Eine kleine Anekdote in diesem Zusammenhang: Noch am Sonntag vor der Ernennung war ich im Dom und weilte in der Messe. Ackermann dann im Interview: “Habe ich Sie nicht am Sonntag im Dom gesehen?” Ich stutzte, tatsächlich…Respekt für so ein Gedächtnis, ich war ja schließlich nicht der einzige in der Messe.

Hier ist das Interview zu lesen: http://tiny.cc/us455

Anekdoten aus drei Jahren Trier, Teil 12: Flying Dani

Auch wenn es kaum jemand weiß: neben Kieschi haben wir eine weitere TanzGöttin unter uns: Dani.

Das Leichtgewicht ist aber auch verdammt easy zu heben, so auch an jenem Abend im Forum: Dani, leicht beschwippst und verdammt gut drauf, sprang meinen lieben Chrissie Herkel an, als ob Moses die Fluten hereinbrechen lässt. Ich, als ehemaliger DLRG-Schwimmer, kam ihm zuhilfe: Time of my life…Dani schwebt über uns, über den Kellnern, über Gott und der Welt.

Was für ein Anblick in diesem Moment: ein elfenhaftes, ach so leichtes Wesen gleitet über die Menge und bezaubert mit ihrem Lächeln die ganze Forums-Discothek…

Anekdoten aus drei Jahren Trier, Teil11. Heute: Flieten bei “Fischer Maathes”

Eines Tages in Trier, irgendwann 2007/2008: Die Fleischstraße 30 möchte Flieten essen gehen, mit dabei Seb Knebel, Tina Koster und Tim Kiefer. Auf Anraten des Ur-Trierers Seb Knebel wählten wir die Trier Eck-Kneipe Fischer Maathes, denn “hier gibt es mit die besten Flieten in ganz Trier” (O-Ton Knebel). (Anm. der Red.: Die Chronisten streiten sich, ob es tatsächlich Seb Knebel war, der den Tipp gab. Auch Tim Kiefer ist in der Verlosung.)

Kurze Zeit später sitzten wir beim Maathes und grübeln über die Speisekarte – auf der sich jedoch auch nach einigem Hin- und Herblättern keine Flieten finden lassen. Kurze Nachfrage bei der Bedienung. “Nein, Flieten haben wir nicht.”

Aha, während wir alle rätseln, wie es dann hier “die besten Flieten Triers” geben soll, entscheiden wir uns zwangsläufig anders, wählen Aufläufe oder Fleischgerichte und müssen später gestehen: Geschmeckt hats trotzdem sehr gut, auch wenn es keine Flieten waren…

www.flietenführer.de

Anekdoten aus drei Jahren Trier, Teil10. Heute: Looping Louie

Seminare haben auch immer etwas schönes an sich: es wird nicht nur gelernt, sondern auch geklönt, gefeiert, getrunken. Nicht eben geringfügig waren die Mengen an Alkohol, die von einer kleinen, aber feinen Gemeinschaft beim Überschriften-Seminar des TV in Trier konsumiert wurden.

Nachdem das Rahmenprogramm mit Wein-Probe in den bischöflichen Weingütern vorbei war, ging es weiter ins Lou. Hier plätscherte ein Bayern-Spiel vor sich hin – so langsam, aber sicher trennte sich die Spreu vom Weizen. Während sich der Großteil in die Schlafgemächer verzog, bekam eine kleine Gruppe nicht genug. Das berühmte Abschlussbier sollte in meiner Wohnung konsumiert werden – wie so oft, blieb es nicht dabei.

Denn plötzlich stand das beliebte Kinderspiel “Looping Louie” auf dem Tisch, die Flasche Schnaps daneben. Gut für mich: die anderen Mitspieler kannten das Spiel nicht. Bis sie den Dreh raushatten, war die Flasche fast leer, und ich hatte keinen einzigen Schnaps trinken müssen. So ging es weiter. Und weiter. Und weiter.

Schließlich verbündeten sich alle gegen mich. Tenor: “Wir gehen erst, wenn Manu auch einen trinken musste.” Ganz so einfach gestaltete sich das Vorhaben jedoch nicht. Es wurde eine lange Nacht. Erst um kurz nach 3 gelang es der Gruppe, mich endlich zu besiegen. Freudetrunken und jubelnd wie die Fans in diesen Tagen bei den vielen Public Viewings tanzte die Menge durch mein Wohnzimmer…was für ein Finish.

Nun, leider hat jede Medaille auch eine Kehrseite: am nächsten Morgen ging es nicht allen Teilnehmern des Seminars gut. Einer, über den Namen breiten wir ein Mäntelchen des Schweigens, nahm sich gar eine Auszeit und schaute im Dom vorbei. Die kalte Luft in dem Gemäuer tat ihm gut: seine Gesichtsfarbe hatte sich von mattgrün in ein zarte Rosé verwandelt…

Anekdoten aus drei Jahren Trier, Teil9. Heute: Die Volksfront

Ja, ja – außerhalb von Trier treibt der Name “Trierischer Volksfreund” dem ein oder anderen schon ein Runzeln auf die Stirn.

Der eine zuckt ängstlich zusammen, wähnt das Blatt in der Nähe der Faschos, der andere bekommt sich vor Lachen nicht mehr ein. Trierisch – oder doch tierisch? Volksfront? Haha…so auch die grandiose Band “Fury in the Slaughterhouse”, die auf ihrer Abschieds-Tournee auch Station in Trier machten.

Ich hatte das große Glück, die Gewinner unseres “Meet&Greet”-Gewinnspiels zu begleiten. Die Furys waren locker drauf, ließen sich fotografieren und gaben Autogramme. Besonders witzig fanden sie aber den Namen des Blattes, dem sie dieses “Meet&Greet” zu verdanken hatten: “Haha, die Volksfront. Die Volksfront von Judäa. Grandios, wie witzig ist das denn?” Nur schwer kamen sie wieder aus diesem Lach-Flash heraus, der sicherlich auch einen klitzekleinen Anteil daran hatte, dass das Konzert zu einer tollen Sache wurde…

Anekdoten aus drei Jahren Trier, Teil8. Heute: Der Chinese auf der Suche nach…nein, nicht Marx >>> SEX!

Durch die Lage meiner Wohnung auf der Fleischstraße kommt es nicht selten vor, dass Chinesen irrend an mir vorbeilaufen und das Geburtshaus von Karl Marx suchen. Keinen Plan, was dort so besonders sein soll, aber für den guten Kommunisten aus der Volksrepublik gehört der Step in Trier auf der Europa-Tour ebenso dazu, wie ein Foto vom Eiffelturm oder der Tower-Bridge. Egal, wenn sie Spaß dran haben > Bitte schön.

Umso erstaunter war ich, als ich irgendwann im Winter 2009/2010 vom Training kam und plötzlich zwei Chinesen vor mir standen. Gerade als ich ansetzen und erklären wollte, wo sie das Marxsche Geburtshaus finden, fragte einer der beiden in gebrochenem Deutsch, wo denn bitte schön das Rotlicht-Viertel von Trier sei – das müsste hier irgendwo sein.

Moment, Rotlicht-Viertel von Trier? Habe ich da in drei Jahren etwas verpasst? Ich fragte vorsichtig nach: “Rotlicht-Viertel”? Einer der Chinese zeigte mir seinen Stadtplan, deutete auf den Teil der Karl-Marx-Straße Nahe der Mosel. Es dämmerte mir: er meint wohl die zwei, drei Sex-Shops, Hafenmelodie und die paar anderen Clubs, die zum (Nackt-)Tanz bitten. Nun, das wird es wohl sein.

Ich erklärte den beiden Lustmolchen der Weg und lachte in mich hinein. Wenn die wüssten…Rotlicht-Viertel…hahaha…hoffentlich waren sie nicht schon in Hamburg und werden etwas enttäuscht…